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07.12.2012, 13:27 Uhr | PNN/ Kirsten Graulich
Kita wird Haus der kleinen Forscher
Stiftung begleitet Kinder auf der Entdeckungsreise durch den Alltag

Teltow - Skeptisch betrachten die Knirpse die weißen Papierbögen, aus denen ein Turm gebastelt werden soll. „Man muss es eckig machen“, meint ein Junge und ein Mädchen pflichtet bei: „So wie ein Buch, dann kann es stehen“. Fleißig falten sie anschließend Papier in Streifen und pappen daran Klebebänder fest bis die erste Turmetage fertig ist.

Für ein paar Stunden verwandelte sich gestern die Evangelische Kita in der Mahlower Straße in ein „Haus der kleinen Forscher“. Da hopste eine Gruppe Kinder mit bunt gefüllten Plastikflaschen herum, um hingebungsvoll Strudel zu produzieren, während andere geduldig Styroporkugeln auf Strohhalmen balancierten.

Zur Auftaktveranstaltung im Landkreis Potsdam-Mittelmark kamen auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff und die CDU-Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig nach Teltow, um für das bundesweite Projekt der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ zu werben. „Wir sind auf große Sympathien gestoßen“, berichtete Voßhoff. So gestand ihr eine Erzieherin, sie habe sich für den Beruf entschieden, weil in der Ausbildung weder Physik noch Chemie eine Rolle spielten. Nun erfuhr sie bei diesem Projekt, dass die Experimente nicht nur den Kindern, sondern auch ihr selbst großen Spaß bereiten.

Mit im Boot ist seit diesem Jahr das Unionshilfswerk, nachdem sich die Fachhochschule Brandenburg als Netzwerkkoordinator zurückgezogen hatte. „Ich bin froh, dass es nunmehr wieder möglich ist, die Jungen und Mädchen im Rahmen der frühkindlichen Erziehung an Naturwissenschaft und Technik heranzuführen“, sagte Voßhoff.

Hilfe kommt auch vom Landkreis Potsdam-Mittelmark, der die Initiative mit 20 000 Euro fördert. Bislang haben 58 Kitas aus dem Landkreis ihre Teilnahme zugesagt. Unterstützt wird das Projekt auch vom Bundesbildungsministerium, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Siemens-Stiftung sowie der Hopp- und der Telekom-Stiftung. Das Projekt wendet sich an Erzieherinnen, denn die haben oft selbst Scheu vor Naturwissenschaften und Angst vor Fragen der Kinder, die sie nicht beantworten können. Das „Haus der kleinen Forscher“ bietet ihnen umfangreiche Arbeitsmaterialien an, zudem jährliche Fortbildungen. So sollen die Erzieherinnen den Kleinen einen frühen, unverkrampften Zugang zu Themen wie Wasser, Luft, Sprudelgas oder Forschen mit Magneten ermöglichen.

Kitas, die das neu erworbene Wissen anwenden und regelmäßig auf Entdeckungsreise gehen, können sich bei der Stiftung um die offizielle Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ bewerben.

Dass Kinder von Natur aus neugierig und kreativ sind, bewiesen auch die Knirpse aus der Evangelischen Kita, die einige der Experimente sogleich in Spiele umsetzten. Da wurden Seifenblasenlandschaften geformt und Styroporkugeln als Tischfußbälle ins gegnerische Tor manövriert. Auch die Sache mit dem Rütteln, um Sprudel zu erzeugen, fanden sie schnell heraus. Naturwissenschaften im Kindergarten, das ist gut, befanden nicht nur die kleinen Forscher. Auch die Erzieher merkten, dass die unbelebte Natur von Chemie und Physik sehr belebend sein kann.

aktualisiert von John Kidd, 19.01.2014, 19:16 Uhr
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