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16.05.2019, 17:42 Uhr | Ronny Bereczki
Radverkehr in Teltow
Fragen an die CDU beantwortet
Anfang Mai übersandte uns der ADFC fragen zum Radverkehr in Teltow, die wir gern beantwortet haben. Radfahren ist klimafreundlich und gesund. Radfahren muss aber auch sicher sein! Wir unterstützen den Ausbau von Radwegen und die Schaffung von Abstellmöglichkeiten. Hier finden Sie unsere Antworten auf die Fragen.
Fahrräder
Teltow -
Frage 1: Welches sind die in Ihren Augen drei dringendsten Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit für Radfahrer in Teltow?

Wir wollen in Teltow eine Verkehrsschule für Kinder einrichten. Vorbereitung und Übung können helfen unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Wichtig ist auch die Überwachung des Verkehrs. Insbesondere an Schulen, Kitas und viel befahrenen Straßen kann die Verkehrsüberwachung helfen, Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und verantwortungsloses Handeln gegenüber anderen zu bestrafen.
Wir wollen von der Straße räumlich getrennte Radwege, keine „Sicherheitsstreifen“ auf der Fahrbahn. Sowohl das subjektive Sicherheitsgefühl ist auf getrennten Radwegen höher als auch die Gefahr, dass Fahrzeugführer den Radweg als Teil „ihrer“ Fahrbahn betrachten. Sicherheitsstreifen sollten nur in Ausnahmefällen dort geschaffen werden, wo ansonsten gar kein Radweg möglich wäre.

Frage 2: Welche Vorteile sehen Sie in der Steigerung des Radverkehrsanteils in der Stadt Teltow?

Eine Steigerung des Radverkehrs wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus, die körperliche Aktivität erhöht die persönliche Gesundheit. Darüber hinaus würde die Nutzung des Rads, insbesondere auf Kurzstrecken innerhalb der Stadt, helfen Verkehrs- und Parkplatzprobleme innerhalb Teltows zu verringern.

Frage 3: Welche Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrsanteils werden von Ihnen in die Kommunalpolitik eingebracht?

Unsere Fraktion hat sich für den Vorrang räumlich getrennter Radwege gegenüber Streifen auf der Fahrbahn eingesetzt, leider nicht immer mit Erfolg gegen andere Mehrheiten. Wir werden uns auch künftig für Radwege einsetzen, so z.B. auch in der Oderstraße, die derzeitige „provisorische“ Lösung des Streifens auf der Fahrbahn betrachten wir als unzureichend.
Wir setzen uns auch bei künftigen Straßenbau- und Ausbauprojekten, insbesondere an vielbefahrenen Straßen, für räumlich getrennte Radwege ein, auch wenn damit Mehrkosten durch Grundstücksankäufe verbunden sind. Das sollte uns die Sicherheit wert sein.
Die Fortführung des Ausbaus der Wege in den Buschwiesen ist für die schnelle innerörtliche Verbindung in Teltow, sowohl zwischen Stadtzentrum und OT Ruhlsdorf, als auch zwischen östlichen und westlichen Stadtteilen von Bedeutung.
In der Diskussion von Bebauungsplänen und Verkehrskonzepten berücksichtigen wir den Radverkehr, zuletzt im B-Plangebiet „Immergrün“ auch mit konkreten Anträgen. Auch Anträge anderer Fraktionen, wie der Ausbau des Rad- und Wanderwegs auf dem ehem. Industriebahngleis werden durch uns positiv begleitet und wo nötig mit Änderungsanträgen positiv ergänzt. Hier werden wir uns dafür einsetzen, dass dieser innerörtliche Radweg, abseits der Durchgangsstraßen möglichst bis zur Potsdamer Straße verlängert wird und auch Anknüpfungspunkte nach Stahnsdorf geschaffen werden. Wir setzen uns weiter für den Ausbau des Radwegs am Teltowkanal ein sowie für die baldige Errichtung der „Teltowwerft-Brücke“ (bereits 2008 durch unsere Fraktion beantragt), um so regionale Verbindungen zwischen Berlin, Großbeeren und der TKS-Region zu schaffen.
Es müssen mehr Abstellplätze für Fahrräder geschaffen werden, in Priorität am S-Bahnhof, aber auch in den Gewerbegebieten. Hier ist auch darauf zu achten, dass diese gut einsehbar / im Dunkeln beleuchtet sind sowie durch Ordnungsbehörden regelmäßig kontrolliert werden, um Diebstähle zu verhindern.

Frage 4: Welche Radrouten zur Verknüpfung des regionalen Umlandes werden von Ihnen für erforderlich erachtet?

Als regionale Verbindung hat für uns die vorgenannte Route am Teltowkanal Priorität. Hier wird die gesamte TKS-Region mit Berlin, Potsdam und Großbeeren, abseits der Hauptstraßen und nicht weit entfernt von innerstädtischen Zielen, verbunden. Die Anbindung nach Süden (Großbeeren, Ludwigsfelde) über Ruhlsdorf muss ebenfalls verbessert werden.
aktualisiert von Bereczki, 16.05.2019, 18:03 Uhr