Antrag der CDU-Fraktion „Pilotprojekt zur Errichtung von Ladelaternen in der Stadt Teltow“

6. Dezember 2021

Zur kommenden Teltower Stadtverordnetenversammlung, 08.12.2021, beantragt die CDU-Fraktion ein Pilotprojekt zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Teltow. Ziel ist es, 20 Laternenladepunkte an öffentlichen Stellplätzen zu schaffen. Wenn man den Umstieg auf Elektrofahrzeuge fordert, muss man auch die dafür nötigen Ladepunkte schaffen. Nicht nur Grundstückseigentümer und Einfamilienhausbesitzer sollten die Möglichkeit haben Elektrofahrzeuge zu laden.

Antrag

„Die Verwaltung wird beauftragt, ein Pilotprojekt zur Errichtung einer einfachen Ladestruktur für Elektrofahrzeuge an den Straßenlaternen der Stadt Teltow zu konzipieren. Dazu gelten folgenden Maßgaben:
a) Die Laternenladepunkte sollen mit einem dafür gekennzeichneten öffentlichen und damit für die Allgemeinheit jederzeit nutzbaren Parkplatz verknüpft sein.
b) Die Standorte der zunächst mindestens 20 Laternenladepunkte sollen möglichst in Anwohnergebieten sein, in denen vor allem öffentliche Stellplätze ausgewiesen sind.
c) Vorrangig sind Standorte an Straßen, Wegen und Plätzen zu wählen, für welche die Stadt Teltow die Straßenbaulast trägt.
d) Aufwendungen und Kosten sind in der Haushaltssatzung 2022 mit 60.000 Euro zu berücksichtigen. Mögliche Fördermittel von Land und Bund sollen in Anspruch genommen werden.
Die Verwaltung legt das Konzept bis zum April 2022 vor.

Begründung:

Klimaschutz, Mobilitäts- und Energiewende können nur gelingen, wenn alle Teile der Gesellschaft ihren spezifischen Beitrag leisten. Das gilt gleichermaßen für die Stadt Teltow und ihre Einwohnerschaft. Es gehört daher zu den Aufgaben der Daseinsvorsorge, die Voraussetzungen für das Engagement der Teltowerinnen und Teltower zu schaffen, zumindest soweit und solange der Markt dies nicht von allein in hinreichendem Maße anbietet.

Eine klimafreundliche Stadt ist ohne Elektromobilität undenkbar. Hierfür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur jedoch eine zentrale Voraussetzung. Dabei ist es wichtig, diese Ladeinfrastruktur an den Bedürfnissen und Lebensverhältnissen der Menschen zu orientieren. Die Errichtung von „Lade-Laternen“ im Teltower Stadtgebiet kann die örtliche Ladeinfrastruktur weiter verbessern.

Viele der in Teltow lebenden Autofahrerinnen und Autofahrer verfügen nicht über einen privaten Stellplatz, sondern sind auf öffentliche Stellplätze angewiesen. Für diese besteht daher keine Möglichkeit, ein Elektrofahrzeug vor der eigenen Haustür zu laden. Diese Gruppe kann zudem meist keine privaten Ladeboxen installieren, so dass die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges weniger attraktiv ist.

Sind jedoch im öffentlichen Raum Laternenladepunkte frei und für jeden zugänglich vorhanden, möglicherweise sogar direkt vor der eigenen Haustür, kann dies die Entscheidung für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug positiv unterstützen. Die neuen Laternen-Ladesäulen können ein weiterer Schritt sein, um die Elektromobilität weiter auszubauen.

Die durchschnittliche Ladezeit soll 3 bis 5 Stunden dauern, bei einer Standzeit über Nacht von 7 bis 12 Stunden kann der regelmäßige Bedarf über Laternenladepunkte abgedeckt werden. Die Planung, Installation und Inbetriebnahme von Laternenladestationen sind laut der Firma „ubitricity“, einem der am Markt tätigen Hersteller, schnell umsetzbar, da keine Tiefbauarbeiten notwendig sind. Die Kosten werden mit ca. 3000,- Euro veranschlagt.

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